Gioia Conta Fonds

Biographie
Gioia Conta wurde in Bozen geboren, wo sie das klassische Lyzeum „G. Carducci" besuchte. 1970 schloss sie an der Universität Florenz ihr Studium der klassischen Archäologie ab. Ihre Zusammenarbeit mit dem Istituto Geografico Militare und mit General Prof. Giulio Schmiedt führte zur Veröffentlichung des Bandes Il livello antico del mar Tirreno. Testimonianze dei resti archeologici.

Im Jahr 1972 begann ihre Tätigkeit für das italienische Forschungszentrum CNR, wobei sie sich mit der Erforschung der Stadt Asculum in Piceno befasste. Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine große Menge von Daten erfasst. Der Autorin kommt durch diese tiefgehende und wissenschaftlich präzise Untersuchung das außerordentliche Verdienst zu, die Grenzen des römischen Zeitalters definiert, die entsprechenden archäologischen Dokumente untersucht und die archäologischen Reste zahlreicher Fundstellen entlang der alten Via Salaria und im Gebiet des Piceno erhalten zu haben.

In dieser Zeit unterrichtete sie einige Jahre lang Kunstgeschichte am klassischen Lyzeum Carducci, bevor im Jahr 1975 ihre Zusammenarbeit mit der Universität Pisa begann, wo sie 1979 am Institut für geographische Wissenschaften das Fach „historische Geographie der alten Welt" dozierte. Im Jahr 1981 wurde sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Alte Geschichte derselben Universität, wo sie 1985 assoziierte Professorin an der Abteilung für Geschichtswissenschaften der alten Welt wurde und bis zu ihrem frühen Tod lehrte.

Sie hielt stets enge Kontakte zu ihrem Heimatland und veröffentlichte für die Tageszeitung "Alto Adige" viele Artikel, in denen sie die Kunst- und Kulturgüter unserer Region darlegte.

Auch befasste sie sich leidenschaftlich mit der Realisierung einer Bücherreihe mit dem Titel Alto Adige. I luoghi dell'Arte, die fünf Bände umfasste und an der sie von den Achtziger bis in die Neunziger Jahre arbeitete.

Im letzten Abschnitt ihres Lebens arbeitete sie an der Realisierung audiovisueller Medien mit kulturellem Inhalt, welche stets die Südtiroler Kunst- und Kulturgüter zum Gegenstand hatten.

Sie war Herausgeberin zahlreicher wissenschaftlicher und akademischer Publikationen, befasste sich aber auch mit populärwissenschaftlichen Werken mit großer kultureller Tragweite.